BPC-157
Ein gut erforschtes Peptid aus dem Magen-Darm-Trakt, das in der Wissenschaft auf seine Rolle bei der Geweberegeneration untersucht wird.
BPC-157 ist ein synthetisches Pentadekapeptid, dessen Sequenz von einem im menschlichen Magensaft vorkommenden Schutzprotein abgeleitet ist. Es zählt zu den am häufigsten untersuchten Peptiden im Bereich der Geweberegeneration, mit einer breiten Basis an Tiermodellen und einer begrenzten Zahl kleiner Humanstudien. Im Fokus der Forschung stehen unter anderem Sehnen, Bänder, die Magen-Darm-Schleimhaut und die Wundheilung.
Steckbrief
- CAS-Nummer: 137525-51-0
- Molekulargewicht: 1419.5 g/mol
- Aminosäuren: 15
- Reinheitsstandard: ≥ 99 % (HPLC, handelsüblich)
Evidenz
- Eine systematische Übersichtsarbeit von 2025 wertete Literatur aus den Jahren 1993 bis 2024 aus und schloss 35 präklinische Tierstudien zu Muskel-, Sehnen-, Band- und Knochenverletzungen ein, die überwiegend positive Heilungsergebnisse beschrieben. Vasireddi et al. 2025, HSS Journal, PMID 40756949
- Dieselbe Übersichtsarbeit identifizierte eine retrospektive klinische Fallserie, in der 7 von 12 Patienten nach intraartikulären Knie-Injektionen über mehr als sechs Monate eine Schmerzlinderung berichteten. Vasireddi et al. 2025, HSS Journal, PMID 40756949
- Eine retrospektive Auswertung von 16 Patienten mit Knieschmerzen beschrieb bei 14 von ihnen eine deutliche Besserung im Nachbeobachtungszeitraum von sechs bis zwölf Monaten. Eine Kontrollgruppe gab es nicht. Lee & Padgett 2021, Altern Ther Health Med, PMID 34324435
Häufige Fragen
Ist BPC-157 ein zugelassenes Arzneimittel?
Nein. BPC-157 ist weder in der EU noch in den USA als Arzneimittel zugelassen. Es wird im Handel ausschließlich als Forschungschemikalie für Laborzwecke angeboten, nicht für die Anwendung am Menschen.
Woher stammt die Sequenz von BPC-157?
Sie ist von einem Schutzprotein abgeleitet, das im menschlichen Magensaft vorkommt. Daraus leitet sich auch der Name Body Protection Compound ab.
Gibt es Humanstudien zu BPC-157?
Es gibt einige kleine, methodisch schwache Studien und Fallserien, aber keine großen, placebokontrollierten Studien. Der Großteil der Evidenz stammt aus Tiermodellen.