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Glossar

114 Fachbegriffe zu Labor, Recht, Handhabung und Studienarten sowie unseren 31 Wirkstoffen, kurz erklärt.

Vier Begriffe zum Einstieg

Kategorie

114 Begriffe

A

Affiliate-Link

Vergleich

Ein Affiliate-Link führt zu einem externen Shop und kann bei einem Kauf eine Provision auslösen.

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Partnercode Affiliate-Hinweis

Agonist

Grundlagen

Ein Molekül, das an einen Rezeptor bindet und dessen Signalkette auslöst. Gegenteil: Antagonist.

Ein Agonist bindet an einen Rezeptor und aktiviert die daran gekoppelte Signalkette in der Zelle, vergleichbar mit einem Schlüssel, der ein Schloss aufschließt. Das Gegenstück ist der Antagonist: Er bindet zwar ebenfalls an den Rezeptor, löst aber keine Signalkette aus und blockiert dadurch den Platz für einen Agonisten. In Studien werden beide Rollen genutzt, um Rezeptor-Signalwege gezielt zu untersuchen.

Rezeptor Analogon

Aliquot

Handhabung

Ein Aliquot ist eine kleine, abgemessene Teilmenge aus einer größeren Laborlösung, meist zur getrennten Aufbewahrung.

Statt eine gesamte rekonstituierte Lösung wiederholt aufzutauen und wieder einzufrieren, teilen Labore sie in mehrere Aliquote auf. Jede Teilmenge wird einzeln entnommen und verwendet, während die übrigen Portionen ungeöffnet bleiben. Das reduziert Temperaturwechsel und Kontaminationsrisiko für die restliche Menge.

Vial Konzentration Sterilität

Aminosäure

Grundlagen

Auch: Aminosäuren

Der Grundbaustein, aus dem Peptide und Proteine über Peptidbindungen aufgebaut sind.

Eine Aminosäure ist ein kleines Molekül mit einer Amino- und einer Carboxylgruppe. Reihen sich mehrere davon über Peptidbindungen aneinander, entsteht eine Kette, aus der je nach Länge ein Peptid oder ein Protein wird. In der Natur kommen für den Aufbau von Peptiden und Proteinen 20 verschiedene Aminosäuren vor, ihre Reihenfolge in der Kette wird als Sequenz bezeichnet.

Peptid Peptidbindung Sequenz Peptid 1x1

Analogon

Grundlagen

Auch: Analoga

Eine synthetisch veränderte Variante eines körpereigenen Peptids mit leicht abweichender Struktur.

Ein Analogon ist eine im Labor hergestellte Variante eines natürlich vorkommenden Peptids, bei der einzelne Aminosäuren ausgetauscht, ergänzt oder entfernt wurden. Solche strukturellen Anpassungen werden in der Forschung genutzt, um Eigenschaften wie Stabilität oder Bindungsverhalten am Rezeptor gezielt zu untersuchen. Ein Beispiel ist Semaglutid als Analogon des körpereigenen Hormons GLP-1.

Peptid Fragment Agonist

Antimikrobielle Peptide

Wirkstoffklassen

Auch: AMPs, Wirtsabwehrpeptide

Antimikrobielle Peptide sind Teil der angeborenen Immunabwehr und entstehen auf Haut und Schleimhäuten.

Antimikrobielle Peptide, auch AMPs oder Wirtsabwehrpeptide genannt, sind Teil der angeborenen Immunabwehr. Sie entstehen in Haut- und Schleimhautzellen sowie in Immunzellen und lagern sich in Zellmembranen von Bakterien, Pilzen oder Viren ein. Die bekannteste menschliche Gruppe sind die Cathelicidine, deren einzig aktive Form beim Menschen LL-37 ist. Neben diesem direkten Mechanismus an der Zellmembran werden AMPs auch als Botenstoffe des Immunsystems untersucht.

Protein Peptid LL-37 Peptid 1x1

AOD-9604

Wirkstoff

Auch: Anti-Obesity Drug 9604, Tyr-hGH Frag 177-191

Peptidfragment des menschlichen Wachstumshormons (Aminosäuren 177-191), das in Studien auf eine fettabbauende Wirkung ohne die wachstumsfördernden Effekte des vollständigen Hormons untersucht wurde.

AOD-9604 ist ein synthetisches 16-Aminosäuren-Fragment des humanen Wachstumshormons (Sequenz Tyr-hGH177-191), das ursprünglich von Metabolic Pharmaceuticals in Zusammenarbeit mit der Monash University zur Gewichtsregulation entwickelt wurde. Es wurde in sechs randomisierten, plazebokontrollierten Humanstudien mit über 900 Teilnehmenden auf seine Stoffwechselwirkung und Sicherheit untersucht. Die klinische Entwicklung als Adipositas-Wirkstoff wurde 2007 eingestellt, nachdem die größte Studie den primären Wirksamkeitsendpunkt verfehlte.

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Arzneimittel

Recht

Auch: Medikament

Arzneimittel sind gesetzlich als Stoffe definiert, die zur Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten am Menschen bestimmt sind.

Die Einstufung als Arzneimittel entscheidet unter anderem darüber, ob eine Zulassung, eine Herstellungserlaubnis und gegebenenfalls eine Rezeptpflicht erforderlich sind. Produkte, die als Forschungschemikalie mit RUO-Kennzeichnung verkauft werden, sind nicht als Arzneimittel zugelassen und dürfen entsprechend nicht so beworben werden.

RUO Zulassung Rezeptpflicht Peptid 1x1

B

Bakteriostatisches Wasser

Handhabung

Auch: BAC-Wasser

Bakteriostatisches Wasser ist steriles Wasser mit einem Konservierungsstoff, meist Benzylalkohol, für mehrfach nutzbare Lösungen.

Der zugesetzte Konservierungsstoff, in der Regel 0,9 Prozent Benzylalkohol, hemmt das Wachstum von Bakterien in der angebrochenen Lösung. Dadurch lässt sich ein Vial nach dem Öffnen im Labor über mehrere Entnahmen hinweg nutzen, statt es nach einmaligem Gebrauch zu verwerfen. Wo kein Konservierungsstoff toleriert wird, kommt stattdessen steriles Wasser ohne Zusatz zum Einsatz.

Steriles Wasser Rekonstitution Sterilität

Bioregulatoren

Wirkstoffklassen

Auch: Peptid-Bioregulatoren, Khavinson-Peptide

Bioregulatoren sind sehr kurze synthetische Peptide aus zwei bis vier Aminosäuren, die an Organsystemen erforscht werden.

Bioregulatoren sind eine Klasse sehr kurzer, meist aus zwei bis vier Aminosäuren bestehender Peptide, die in den 1970er-Jahren an einem sowjetischen Institut für Gerontologie entwickelt wurden. Die zugrunde liegende Hypothese ist, dass solche kurzen Sequenzen organspezifisch mit der Genregulation interagieren. Ein bekanntes Beispiel ist das Tetrapeptid Epitalon, das in der Alternsforschung untersucht wird. Die Studienlage stammt überwiegend aus russischsprachigen Publikationen.

Oligopeptid Peptid Epitalon Peptid 1x1

Bioverfügbarkeit

Grundlagen

Der Anteil eines Stoffs, der unverändert im Blutkreislauf ankommt und dort messbar ist.

Die Bioverfügbarkeit gibt an, welcher Anteil eines verabreichten Stoffs am Ende tatsächlich unverändert im systemischen Kreislauf ankommt, gemessen in Prozent. Sie hängt unter anderem davon ab, wie stark eine Substanz auf ihrem Weg durch den Körper von Enzymen wie bei der Proteolyse abgebaut wird. In pharmakokinetischen Studien wird die Bioverfügbarkeit für verschiedene Verabreichungswege einzeln bestimmt.

Halbwertszeit Proteolyse

Blindtest

Labor

Bei einem Blindtest schickt man eine Probe ohne Hinweis auf Hersteller oder Shop an ein Labor, um das Ergebnis unbeeinflusst zu prüfen.

Da das Labor Herkunft und Absender nicht kennt, lässt sich eine mögliche Verzerrung des Ergebnisses ausschließen. Ein Blindtest prüft den tatsächlichen Inhalt einer konkreten Probe, nicht die Herkunft oder Echtheit der Charge selbst.

Drittlabor CoA Methodik

BPC-157

Wirkstoff

Auch: Body Protection Compound 157, PL 14736

Ein synthetisches Peptid, das überwiegend in präklinischen Modellen zur Geweberegeneration untersucht wird.

BPC-157 ist ein synthetisches Pentadekapeptid, dessen Sequenz von einem im menschlichen Magensaft vorkommenden Schutzprotein abgeleitet ist. Es zählt zu den am häufigsten untersuchten Peptiden im Bereich der Geweberegeneration, mit einer breiten Basis an Tiermodellen und einer begrenzten Zahl kleiner Humanstudien. Im Fokus der Forschung stehen unter anderem Sehnen, Bänder, die Magen-Darm-Schleimhaut und die Wundheilung.

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C

Cagrilintid

Wirkstoff

Auch: AM833, NN9838

Langwirksames Analogon des körpereigenen Hormons Amylin, in klinischen Studien zur Stoffwechsel- und Sättigungsregulation untersucht, solo und in Kombination mit Semaglutid.

Cagrilintid ist ein langwirksames Amylin-Analogon von Novo Nordisk. Es wird sowohl als eigenständige Substanz als auch in fixer Kombination mit dem GLP-1-Wirkstoff Semaglutid unter dem Namen CagriSema in Phase-3-Studien untersucht. Bisher ist Cagrilintid in keinem Land als eigenständiges Arzneimittel zugelassen.

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Charge

Labor

Auch: Batch, Los

Eine Charge ist eine einzelne Produktionsmenge mit eigener Chargennummer, auf die sich ein CoA konkret bezieht.

Die Chargennummer verbindet ein bestimmtes Fläschchen mit dem passenden Prüfbericht und macht das Ergebnis nachvollziehbar. Ein CoA ohne erkennbaren Chargenbezug lässt sich keinem konkreten Produkt zuordnen und sagt entsprechend wenig aus.

CoA Drittlabor Charge prüfen

Chromatogramm

Labor

Ein Chromatogramm ist die grafische Ausgabe einer HPLC-Messung, in der jeder Peak einen Bestandteil der Probe zeigt.

Die Fläche unter dem Hauptpeak ergibt den angegebenen Reinheitswert, kleinere Peaks stehen für Verunreinigungen oder Abbauprodukte. Ohne zusätzliche Identitätsprüfung zeigt das Chromatogramm allein nicht, um welches Molekül es sich beim Hauptpeak handelt.

HPLC Reinheit Peptid 1x1

CJC-1295

Wirkstoff

Auch: Mod GRF 1-29, Modified GRF (1-29), CJC-1295 mit DAC, DAC:GRF

Synthetisches Analogon des Growth-Hormone-Releasing-Hormons, in zwei Varianten mit unterschiedlicher Wirkdauer erforscht.

CJC-1295 ist ein stabilisiertes Analogon des körpereigenen GHRH und wird im Kontext der Wachstumshormon-Achse untersucht. Es existiert in zwei Varianten: ohne DAC (Drug Affinity Complex) mit kurzer Wirkdauer und mit DAC, das über eine Bindung an Serum-Albumin eine deutlich verlängerte Wirkdauer erreicht. Die vorliegenden Humandaten stammen überwiegend aus früher klinischer Forschung an gesunden Erwachsenen.

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CoA

Labor

Certificate of Analysis

Auch: Analysezertifikat, Prüfbericht

Ein CoA ist ein Prüfbericht zu einer bestimmten Charge, mit Chargennummer, Prüfmethode und Messwerten wie Reinheit oder Identität.

Der Wert eines CoA hängt an der Chargennummer, denn nur so lässt sich ein Prüfbericht einem bestimmten Fläschchen zuordnen. Ein generisches Muster-CoA ohne Bezug zu einer echten Charge sagt wenig über das konkrete Produkt aus. Üblich sind Angaben zu Reinheit, Identität und teilweise zum Endotoxin-Wert.

Charge Reinheit Identität Drittlabor Charge prüfen Peptid 1x1

D

Datenbasis

Vergleich

Datenbasis zeigt, wie viele der fünf Scorekriterien für einen Anbieter belegt sind.

Weil fehlende Kriterien bei der Score-Berechnung ausgelassen und die übrigen Gewichte neu verteilt werden, kann bereits ein einziges belegtes Kriterium einen hohen Wert ergeben. Anbieter mit unterschiedlicher Datenbasis sind deshalb nur eingeschränkt vergleichbar. Die Zahl der belegten Kriterien steht neben dem Score.

Dokumentationsscore Methodik

Dihexa

Wirkstoff

Auch: PNB-0408, N-Hexanoyl-Tyr-Ile-(6)aminohexanamid

Synthetisches Angiotensin-IV-Analogon, in präklinischen Rattenmodellen zu Gedächtnisleistung untersucht, bislang ohne veröffentlichte Daten am Menschen.

Dihexa ist ein synthetisches Peptidomimetikum, abgeleitet vom körpereigenen Angiotensin IV und entwickelt in der Forschungsgruppe um Joseph Harding an der Washington State University. Untersucht wurde es bislang ausschließlich in präklinischen Modellen, vor allem an Ratten, im Zusammenhang mit Lern- und Gedächtnisleistung. Veröffentlichte Studien am Menschen liegen für Dihexa nicht vor, das Sicherheitsprofil beim Menschen ist entsprechend nicht untersucht.

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Dokumentationsscore

Vergleich

Der Dokumentationsscore zeigt, wie viele geprüfte Angaben zu einem Anbieter tatsächlich belegt sind.

Der Score setzt sich aus fünf gewichteten Kriterien zusammen: Labor 25 Prozent, Rechtsrahmen 25 Prozent, Lieferung 15 Prozent, Sortiment 15 Prozent und Preis 20 Prozent. Fehlende Kriterien fließen nicht als null Punkte ein, sondern werden ausgelassen und die übrigen Gewichte neu verteilt. Er ist kein Gütesiegel und keine rechtliche Bewertung.

Datenbasis CoA Methodik

Doppelblindstudie

Studien

Auch: Doppelverblindung, doppelblind

Studiendesign, bei dem weder Teilnehmer noch Studienpersonal wissen, wer Wirkstoff oder Placebo erhält. Reduziert unbewusste Verzerrung.

In einer doppelblinden Studie wird die Zuteilung zu Test- oder Kontrollgruppe sowohl vor den Teilnehmern als auch vor dem behandelnden Studienpersonal geheim gehalten. Das verhindert, dass Erwartungen auf beiden Seiten das Ergebnis oder dessen Bewertung beeinflussen. Zusammen mit Randomisierung und Placebokontrolle gilt Doppelverblindung als starkes Qualitätsmerkmal.

RCT Placebo Studien im Überblick

Drittlabor

Labor

Auch: Externes Labor

Ein Drittlabor ist ein externes Labor, das unabhängig vom Hersteller oder Shop eine Probe prüft und dokumentiert.

Nennt ein CoA ein externes Labor, lohnt sich ein Blick, ob der Name überhaupt nachprüfbar ist und ob eine Akkreditierung wie ISO 17025 vorliegt. Ein Blindtest ist eine Möglichkeit, ein Ergebnis zusätzlich unabhängig zu prüfen.

CoA ISO 17025 Blindtest Methodik Charge prüfen

DSIP

Wirkstoff

Auch: Delta Sleep Inducing Peptide, Delta Sleep Peptide

Eines der am längsten erforschten Neuropeptide, ursprünglich als schlafinduzierender Botenstoff aus dem Gehirn schlafender Kaninchen isoliert, mit bis heute uneinheitlicher Studienlage.

DSIP (Delta Sleep Inducing Peptide) ist ein Nonapeptid, das 1977 von Schoenenberger und Monnier aus dem venösen Hirnblut schlafender Kaninchen isoliert und nach seiner Fähigkeit benannt wurde, im Tiermodell Delta-Wellen im EEG auszulösen. In den folgenden Jahrzehnten wurde es in zahlreichen Humanstudien zu Schlaf, Stressachse und Hormonregulation untersucht. Die ursprünglich beschriebene schlaffördernde Wirkung ließ sich in unabhängigen, methodisch strengeren Studien nicht zuverlässig reproduzieren.

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E

EMA

Recht

Europäische Arzneimittel-Agentur

Die EMA ist die EU-Behörde, die zentrale Zulassungsverfahren für Arzneimittel koordiniert und bewertet.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur mit Sitz in Amsterdam koordiniert die wissenschaftliche Bewertung von Arzneimitteln, die EU-weit zugelassen werden sollen, und veröffentlicht die zugehörigen Bewertungsberichte. Für Forschungschemikalien ohne Zulassungsantrag ist die EMA nicht zuständig, sie prüft auch keine einzelnen Chargen.

Zulassung FDA

Endotoxin

Labor

Endotoxine sind Zellwandbestandteile von Bakterien, deren Menge in einer Probe meist in Einheiten pro Milligramm angegeben wird.

Der Wert ist ein eigener Prüfpunkt neben Reinheit und Identität und wird meist separat im CoA ausgewiesen. Geprüft wird üblicherweise mit dem LAL-Test, einem in der Laborpraxis etablierten Nachweisverfahren für Endotoxine.

Sterilität CoA Methodik

Epitalon

Wirkstoff

Auch: Epithalon, AEDG-Tetrapeptid

Synthetisches Tetrapeptid, in der Alternsforschung als Forschungssubstanz zur Zellalterung untersucht.

Epitalon ist ein synthetisches Tetrapeptid, das von Vladimir Khavinson am Sankt Petersburger Institut für Bioregulation und Gerontologie entwickelt wurde. Es wird in präklinischen Studien im Zusammenhang mit Zellalterung und der Regulation der Telomerase-Aktivität untersucht. Belastbare klinische Daten am Menschen stehen bislang aus.

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F

Fallbericht

Studien

Auch: Case Report

Ausführliche Beschreibung eines einzelnen, oft ungewöhnlichen Falls. Liefert einen ersten Hinweis, aber keinen statistischen Beleg.

Ein Fallbericht schildert Beobachtungen bei einer einzelnen Person oder einer kleinen Fallgruppe, häufig zu einer ungewöhnlichen Reaktion oder einem seltenen Ereignis. Er kann Anstoß für weitere Forschung sein, enthält aber keine Kontrollgruppe und keine statistische Auswertung. Ein Fallbericht allein belegt keine allgemeine Wirkung.

Klinische Studie Peer-Review Studien im Überblick

FDA

Recht

Food and Drug Administration (US-Behörde)

Die FDA ist die US-Behörde, die Arzneimittel, Lebensmittel und Medizinprodukte in den USA zulässt.

Die Food and Drug Administration prüft Zulassungsanträge, überwacht den US-Markt und veröffentlicht Warnhinweise zu Produkten. Ihre Entscheidungen gelten für die USA und lassen sich nicht auf die EU übertragen. Als Forschungschemikalie gehandelte Peptide fallen nicht unter ein FDA-Zulassungsverfahren.

Zulassung EMA

Fragment

Grundlagen

Ein kurzes Teilstück eines größeren körpereigenen Peptids oder Proteins, synthetisch nachgebaut.

Ein Fragment umfasst nur einen Teilabschnitt der ursprünglichen Aminosäurekette eines Peptids oder Proteins, nicht die vollständige Sequenz. Solche Teilstücke werden synthetisch hergestellt, um zu untersuchen, welcher Bereich einer Kette für bestimmte Eigenschaften wie Rezeptorbindung verantwortlich ist. Ein bekanntes Beispiel ist Thymosin Alpha-1 als Fragment eines größeren Vorläuferproteins.

Peptid Analogon Sequenz

G

Gegenion

Labor

Ein Gegenion ist der Salzpartner eines Peptids, meist Trifluoracetat (TFA) oder Acetat, aus der Herstellung.

Peptide werden selten als reine Substanz geliefert, sondern meist als Salzform mit einem gebundenen Gegenion. Dieser Anteil zählt zum Gesamtgewicht des Pulvers, senkt dadurch aber den rechnerischen Peptidgehalt. TFA- und Acetatsalze sind die gängigsten Formen.

Peptidgehalt Reinheit Methodik

GHK-Cu

Wirkstoff

Auch: Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin-Kupfer, Kupfertripeptid-1

Ein körpereigenes Kupfer-bindendes Tripeptid, am intensivsten in der Hautforschung untersucht, mit ergänzenden präklinischen Daten zu weiteren Geweben.

GHK-Cu ist ein aus drei Aminosäuren bestehendes Tripeptid, das im Körper natürlich vorkommt und stabil ein Kupferion bindet. Es wird vor allem in der kosmetischen und dermatologischen Forschung zu Kollagenbildung und Hauterneuerung untersucht. Weitere, überwiegend präklinische Forschung betrachtet mögliche Effekte auf Entzündungsprozesse und die Genexpression in verschiedenen Gewebemodellen.

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GHRH

Wirkstoffklassen

Growth Hormone-Releasing Hormone

Auch: Somatoliberin

GHRH ist ein körpereigenes Hormon aus dem Hypothalamus, das die Hirnanhangdrüse zur Ausschüttung von Wachstumshormon anregt.

Growth Hormone-Releasing Hormone ist ein Hypothalamus-Peptid, das über die Hypophysenpfortader zur Hirnanhangdrüse gelangt und dort die Ausschüttung von Wachstumshormon aus somatotropen Zellen auslöst. Es zählt zur Wachstumshormon-Achse und ist der Gegenspieler des körpereigenen Hemmstoffs Somatostatin. Mehrere synthetische GHRH-Analoga binden an denselben Rezeptor und werden in diesem Zusammenhang untersucht oder eingesetzt.

GHRP Wachstumshormon Rezeptor CJC-1295 Tesamorelin Sermorelin Peptid 1x1

GHRP

Wirkstoffklassen

Growth Hormone-Releasing Peptide

Auch: GH-Sekretagoga, Wachstumshormon-Sekretagoga

GHRPs sind eine Klasse synthetischer Peptide, die über den Ghrelin-Rezeptor die Ausschüttung von Wachstumshormon auslösen.

Growth Hormone-Releasing Peptides sind eine Klasse künstlich entwickelter Peptide, die an den Ghrelin-Rezeptor (GHS-R) binden und darüber die Ausschüttung von Wachstumshormon aus der Hirnanhangdrüse auslösen. Anders als GHRH-Analoga nutzen sie einen eigenständigen Signalweg und werden in der Forschung häufig mit GHRH-Analoga kombiniert. Der Ghrelin-Rezeptor ist zugleich an der Regulation von Hunger und Appetit beteiligt.

GHRH Wachstumshormon Rezeptor Ipamorelin Hexarelin Peptid 1x1

GIP

Wirkstoffklassen

Glucose-dependent Insulinotropic Polypeptide

GIP ist ein körpereigenes Darmhormon, das die Insulinausschüttung nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten reguliert.

Glucose-dependent Insulinotropic Polypeptide ist neben GLP-1 das zweite wichtige Inkretinhormon. K-Zellen im oberen Dünndarm schütten es nach der Nahrungsaufnahme aus, es bindet an den GIP-Rezeptor und reguliert dort die Insulinausschüttung. Zusätzlich ist es am Fettstoffwechsel beteiligt. Mehrere neuere Diabetes- und Adipositas-Wirkstoffe kombinieren einen GIP- mit einem GLP-1-Rezeptor-Agonismus.

GLP-1 Inkretin Rezeptor Tirzepatid Retatrutid Peptid 1x1

GLP-1

Wirkstoffklassen

Glucagon-like Peptide 1

Auch: Glucagon-ähnliches Peptid 1

GLP-1 ist ein körpereigenes Darmhormon, das nach dem Essen die Insulinausschüttung reguliert.

Glucagon-like Peptide 1 ist ein Inkretinhormon, das L-Zellen im Dünndarm nach der Nahrungsaufnahme ausschütten. Es bindet an den GLP-1-Rezeptor, reguliert die Insulinausschüttung, verlangsamt die Magenentleerung und ist an der Sättigungsregulation im Gehirn beteiligt. Mehrere synthetische GLP-1-Rezeptor-Agonisten setzen an diesem System an und sind teils als Arzneimittel zugelassen.

GIP Inkretin Rezeptor Agonist Semaglutid Tirzepatid Retatrutid Survodutid Peptid 1x1

GMP

Recht

Gute Herstellungspraxis

GMP ist ein anerkannter Qualitätsstandard für die Herstellung von Arzneimitteln und ähnlichen Produkten.

Good Manufacturing Practice umfasst Vorgaben zu Räumen, Prozessen, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit in der Herstellung. Verpflichtend ist GMP vor allem für zugelassene Arzneimittel. Eine Herstellerangabe zu GMP ersetzt keinen unabhängigen Nachweis wie ein öffentliches CoA und gilt nur, soweit sie belegt ist.

Zulassung CoA Methodik

H

Halbwertszeit

Grundlagen

Die Zeitspanne, in der die Konzentration eines Stoffs im Körper auf die Hälfte sinkt.

Die Halbwertszeit beschreibt, wie lange es dauert, bis die Konzentration eines Peptids im Blut auf die Hälfte des Ausgangswerts abgebaut ist. Sie wird in pharmakokinetischen Studien gemessen und unterscheidet sich stark zwischen einzelnen Peptiden, unter anderem abhängig davon, wie schnell körpereigene Enzyme die Kette per Proteolyse abbauen. Kürzere Halbwertszeiten bedeuten einen schnelleren Abbau im Vergleich zu längeren.

Proteolyse Bioverfügbarkeit

Hexarelin

Wirkstoff

Synthetisches Hexapeptid aus der Klasse der Growth-Hormone-Releasing-Peptide, in früher klinischer Forschung zur Wachstumshormon-Sekretion untersucht.

Hexarelin ist ein aus sechs Aminosäuren bestehendes synthetisches Peptid aus der GHRP-Klasse (Growth Hormone Releasing Peptides) und wurde erstmals 1994 pharmakologisch beschrieben. Es wurde in klinischen Studien zur Wachstumshormon-Sekretion bei Kindern, Erwachsenen und älteren Personen sowie separat in präklinischer Forschung zu kardialen Effekten untersucht.

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HPLC

Labor

Hochleistungsflüssigchromatographie

Auch: Hochleistungsflüssigchromatografie

HPLC ist die gängige Analysemethode, um den Reinheitswert einer Peptidprobe als Prozentzahl zu bestimmen.

Die Methode trennt die Bestandteile einer Probe auf und misst sie einzeln, das Ergebnis ist ein Chromatogramm mit einem Peak pro Bestandteil. Der Flächenanteil des Hauptpeaks ergibt den angegebenen Reinheitswert. Allein sagt HPLC nichts über die Identität des Moleküls aus, dafür braucht es zusätzlich Massenspektrometrie.

Reinheit Chromatogramm Massenspektrometrie Methodik Peptid 1x1

HWG

Recht

Heilmittelwerbegesetz

Das HWG regelt in Deutschland die Werbung für Arzneimittel und Heilmethoden gegenüber der Öffentlichkeit.

Das Heilmittelwerbegesetz schränkt ein, wie über Arzneimittel und Behandlungsmethoden gesprochen werden darf, etwa bei Aussagen zu Krankheiten oder zur Anwendung am Menschen. Deshalb beschreibt Peptide Compass Substanzen nur mit dem Stand der Forschung und formuliert keine Aussagen über eine Wirkung im Körper der Leserin oder des Lesers.

Arzneimittel Methodik

I

Identität

Labor

Identität bestätigt per Massenspektrometrie, dass eine Probe tatsächlich das angegebene Peptid enthält.

Der Nachweis erfolgt meist über LC-MS, eine Kombination aus Flüssigchromatographie und Massenspektrometrie, die das Molekulargewicht misst. Reinheit und Identität sind zwei getrennte Angaben, ein vollständiger CoA enthält beide. Ein hoher Reinheitswert allein belegt nicht, welches Molekül tatsächlich vorliegt.

Massenspektrometrie Reinheit CoA Peptid 1x1

IGF-1

Wirkstoffklassen

Insulin-like Growth Factor 1

Auch: Somatomedin C

IGF-1 ist ein körpereigenes Hormon, das größtenteils in der Leber als Reaktion auf Wachstumshormon gebildet wird.

Insulin-like Growth Factor 1 entsteht überwiegend in der Leber, ausgelöst durch die Bindung von Wachstumshormon an Leberzellen, und zirkuliert größtenteils an Bindeproteine gekoppelt im Blut. Es bindet an den IGF-1-Rezeptor und vermittelt darüber einen Großteil der wachstumsbezogenen Effekte von Wachstumshormon auf Muskel-, Knochen- und Bindegewebe. Ein IGF-1-Analogon mit verlängerter Halbwertszeit wird in der Forschung als eigenständiges Werkzeug eingesetzt, unabhängig von der körpereigenen Regulation über Wachstumshormon.

Wachstumshormon GHRH Rezeptor IGF-1 LR3 Peptid 1x1

IGF-1 LR3

Wirkstoff

Auch: Long R3 IGF-1, LR3-IGF-1, IGF-1 Long R3

Ein gentechnisch verlängertes Analogon von IGF-1 mit 83 Aminosäuren, in Tiermodellen auf Wachstumseffekte untersucht und im Spitzensport als Dopingsubstanz gelistet.

IGF-1 LR3 ist ein rekombinantes Analogon des körpereigenen Insulin-like Growth Factor 1, das ursprünglich für die Zellkultur-Forschung entwickelt wurde. Es trägt zusätzliche Aminosäuren am N-terminalen Ende sowie eine veränderte Position 3, wodurch es kaum noch von IGF-Bindungsproteinen gebunden wird. Untersucht wird es vor allem in Tiermodellen zu Organ- und Zellwachstum, außerhalb der Forschung wird es jedoch verbreitet und ohne belastbare Humandaten zur Leistungssteigerung eingesetzt.

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In-vitro

Studien

Auch: in vitro

Versuch außerhalb eines lebenden Organismus, meist an Zellkulturen. Sagt nichts über eine Wirkung beim Menschen aus.

In-vitro-Studien untersuchen isolierte Zellen oder Moleküle in einer kontrollierten Umgebung wie einer Petrischale. Sie zeigen erste biochemische Effekte, aber der Zellkontext ersetzt keinen ganzen Organismus. Solche Daten gelten als reine Laborforschung und lassen keine Rückschlüsse auf Menschen zu.

In-vivo Präklinisch Tiermodell Studien im Überblick

In-vivo

Studien

Auch: in vivo

Versuch in einem lebenden Organismus, meist im Tiermodell. Näher an der Realität als Zellkultur, aber kein Beleg für Menschen.

In-vivo-Studien beobachten einen vollständigen Organismus mit Stoffwechsel, Immunsystem und Organsystemen, meist im Tiermodell. Das liefert realistischere Hinweise als eine Zellkultur. Wegen Unterschieden in Stoffwechsel und Physiologie lassen sich Ergebnisse aus Tieren nicht direkt auf Menschen übertragen.

In-vitro Tiermodell Präklinisch Studien im Überblick

Inkretin

Wirkstoffklassen

Auch: Inkretinhormone

Inkretine sind Darmhormone, die nach dem Essen ausgeschüttet werden und an der Regulation der Insulinausschüttung beteiligt sind.

Inkretine sind eine Hormonklasse aus dem Darm, zu der GLP-1 und GIP zählen. Sie werden nach der Nahrungsaufnahme aus spezialisierten Darmzellen ausgeschüttet und binden an eigene Rezeptoren auf den Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Über diesen Mechanismus ist die Insulinausschüttung nach oralem Zuckerkonsum stärker als nach intravenöser Gabe derselben Menge, ein Effekt, der als Inkretineffekt bezeichnet wird. Mehrere zugelassene und in Entwicklung befindliche Arzneimittel ahmen diesen Signalweg nach.

GLP-1 GIP Peptidhormon Rezeptor Semaglutid Tirzepatid Retatrutid Survodutid Peptid 1x1

Ipamorelin

Wirkstoff

Auch: NNC 26-0161

Selektives Pentapeptid aus der Klasse der Growth-Hormone-Releasing-Peptide, in früher klinischer Forschung untersucht.

Ipamorelin ist ein aus fünf Aminosäuren bestehendes synthetisches Peptid, das den körpereigenen Botenstoff Ghrelin nachahmt. Es wurde 1998 als erster selektiver Vertreter seiner Wirkstoffklasse beschrieben und in klinischen Studien unter anderem bei Patienten nach Bauchoperationen untersucht. Für Wachstumshormon-bezogene Anwendungen liegen bislang keine kontrollierten Studien an gesunden Erwachsenen vor.

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ISO 17025

Labor

ISO/IEC 17025

ISO 17025 ist die internationale Norm für die fachliche Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboren.

Eine Akkreditierung nach dieser Norm bedeutet, dass Verfahren, Geräte und Personal eines Labors unabhängig bewertet wurden. Sie ist ein Qualitätsmerkmal des jeweiligen Labors, aber keine Garantie für ein bestimmtes CoA-Ergebnis.

Drittlabor CoA Methodik

IU

Handhabung

Internationale Einheit

Auch: IE

Die Internationale Einheit misst die biologische Wirkstärke eines Stoffes gegenüber einem Referenzstandard, nicht sein Gewicht.

Bei Stoffen wie Wachstumshormon lässt sich die Menge nicht allein über das Gewicht sinnvoll angeben, weil unterschiedliche Chargen bei gleichem Gewicht unterschiedlich rein sein können. Die Internationale Einheit setzt die Menge stattdessen in Bezug zu einem festgelegten Referenzpräparat der WHO. Ein Milligramm eines Hormons entspricht deshalb nicht automatisch derselben Zahl an Einheiten wie ein Milligramm eines anderen Präparats.

Milligramm / Mikrogramm Wachstumshormon

K

Kisspeptin-10

Wirkstoff

Auch: Metastin (45-54), KP-10

Kürzestes bioaktives Fragment des körpereigenen Kisspeptin-Systems, in der endokrinologischen Forschung zur Steuerung der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse untersucht.

Kisspeptin-10 ist das kürzeste Fragment des körpereigenen Peptids Kisspeptin (Metastin) mit voller Aktivität am KISS1R-Rezeptor. In der Forschung dient es zur gezielten Stimulation der GnRH-Ausschüttung und wird zur Untersuchung der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse bei Fragen zu Pubertätsentwicklung, Hypogonadismus und Fruchtbarkeit eingesetzt. Größere klinische Studien zu Endpunkten wie Eizellreifung oder sexueller Erregung arbeiteten meist mit dem längeren natürlichen Isoform Kisspeptin-54, das am selben Rezeptor wirkt.

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Klinische Studie

Studien

Auch: klinische Prüfung

Studie an menschlichen Teilnehmern, meist in Phasen I bis III gegliedert. Die aussagekräftigste Studienart für den Menschen.

Eine klinische Studie prüft eine Substanz erstmals oder weiterführend an menschlichen Teilnehmern, üblicherweise nach den Phasen I bis III. Sie folgt einem festen Prüfplan mit Ein- und Ausschlusskriterien sowie einer ethischen Genehmigung. Von den Studienarten liefert sie die belastbarsten Daten, ersetzt aber keine individuelle medizinische Beratung.

Studienphasen RCT Placebo Doppelblindstudie Studien im Überblick

Konzentration

Handhabung

Konzentration gibt an, wie viel eines Stoffes in einem bestimmten Flüssigkeitsvolumen gelöst ist, meist in mg pro ml.

Nach dem Rekonstituieren eines lyophilisierten Peptids ergibt sich die Konzentration aus der eingewogenen Pulvermenge geteilt durch das zugegebene Flüssigkeitsvolumen. Eine Angabe von 5 mg pro ml bedeutet, dass in jedem Milliliter der Lösung 5 Milligramm des gelösten Stoffes enthalten sind. Diese Rechengröße ist rein mathematisch und unabhängig von einer bestimmten Verwendung.

Rekonstitution Milligramm / Mikrogramm Aliquot

KPV

Wirkstoff

Auch: Lys-Pro-Val, alpha-MSH(11-13)

Ein aus drei Aminosäuren bestehendes Fragment von alpha-MSH, das in Tiermodellen auf entzündungshemmende Eigenschaften im Darm und auf der Haut untersucht wird.

KPV ist ein Tripeptid aus den Aminosäuren Lysin, Prolin und Valin, abgeleitet vom C-terminalen Ende des Hormons alpha-MSH. Es zählt zu den kleinsten untersuchten Peptiden in der Entzündungsforschung, mit einem Schwerpunkt auf Tiermodellen zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und Hautentzündungen. Humanstudien liegen bislang nicht vor.

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Kupferpeptide

Wirkstoffklassen

Auch: GHK-Cu-Komplexe

Kupferpeptide sind Komplexe aus einem kleinen Peptid und einem Kupferion, am bekanntesten ist GHK-Cu.

Kupferpeptide sind Verbindungen, bei denen ein kleines Peptid ein Kupferion koordiniert bindet. Das bekannteste Beispiel ist GHK, ein aus drei Aminosäuren bestehendes Peptid, das im menschlichen Blutplasma, Speichel und Urin vorkommt und dort natürlicherweise an Kupfer gebunden ist. In seiner Kupfer-Komplexform wird GHK-Cu vor allem in der Hautforschung untersucht, mit ergänzenden präklinischen Daten zu Bindegewebe und Wundheilung.

Aminosäure Peptid GHK-Cu Peptid 1x1

L

Lagerung

Handhabung

Lagerung beschreibt, wie ein Peptid vor Gebrauch aufbewahrt wird, je nach Zustand meist kühl, trocken und dunkel.

Lyophilisiertes Pulver bleibt bei kühler, dunkler und trockener Aufbewahrung deutlich stabiler als eine rekonstituierte Lösung. Hersteller geben auf Etikett oder Datenblatt konkrete Temperaturangaben vor, an denen sich die Lagerung orientiert. Wärme, Feuchtigkeit und Licht sind die drei Faktoren, die den Zustand einer Probe über die Zeit am stärksten verändern.

Lyophilisat Lichtschutz Rekonstitution

Lichtschutz

Handhabung

Lichtschutz bezeichnet Maßnahmen, die eine Probe vor Lichteinwirkung bewahren, etwa dunkle Fläschchen oder Lagerung im Dunkeln.

Manche Peptide reagieren empfindlich auf UV- und sichtbares Licht, das den Abbau der Molekülstruktur über die Zeit begünstigen kann. Braunglas-Vials, lichtundurchlässige Umverpackung oder die Aufbewahrung in einer geschlossenen Schublade zählen zu den üblichen Lichtschutz-Maßnahmen im Labor. Kombiniert mit kühler Lagerung ergibt sich daraus die längste Haltbarkeit für lyophilisiertes Material.

Lagerung Lyophilisat

LL-37

Wirkstoff

Auch: Cathelicidin, hCAP18(134-170), Human Cathelicidin

Ein körpereigenes antimikrobielles Peptid aus 37 Aminosäuren, das Haut und Schleimhäute schützt und in klinischen Studien zur Wundheilung untersucht wird.

LL-37 ist das einzige beim Menschen bekannte Peptid der Cathelicidin-Familie und wird von Immunzellen sowie Haut- und Schleimhautzellen als Reaktion auf Verletzung oder Infektion gebildet. Es entsteht durch Abspaltung aus dem Vorläuferprotein hCAP18. In der klinischen Forschung wird vor allem die topische Anwendung bei schwer heilenden Wunden untersucht, etwa bei venösen Beingeschwüren und diabetischem Fußsyndrom.

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Lyophilisat

Handhabung

Lyophilisat ist die gefriergetrocknete Pulverform eines Peptids, die stabilste Lagerform vor dem Lösen.

Lyophilisat entsteht, wenn eine gelöste Peptidprobe im Labor eingefroren und anschließend unter Vakuum getrocknet wird, sodass das Wasser direkt vom festen in den gasförmigen Zustand übergeht. Das Ergebnis ist ein Pulver oder ein lockerer Kuchen im Vial. In dieser Form bleibt ein Peptid deutlich länger stabil als in gelöster Form und wird erst kurz vor der Verwendung im Labor rekonstituiert.

Rekonstitution Lagerung Lichtschutz Charge

M

Massenspektrometrie

Labor

Auch: MS

Massenspektrometrie bestimmt das Molekulargewicht einer Probe und bestätigt damit, um welches Molekül es sich handelt.

In Kombination mit Flüssigchromatographie (LC-MS) lässt sich so die Identität eines Peptids prüfen, unabhängig vom Reinheitswert. Ein hoher Reinheitswert ohne diese Prüfung sagt nichts darüber aus, ob überhaupt das richtige Molekül vorliegt.

Identität HPLC CoA Peptid 1x1

Melanocortine

Wirkstoffklassen

Auch: Melanocortin-System

Melanocortine sind körpereigene Peptidhormone aus POMC, die über fünf Rezeptoren Haut, Appetit und Sexualfunktion regulieren.

Melanocortine sind eine Familie körpereigener Peptidhormone, die aus dem Vorläuferprotein Proopiomelanocortin (POMC) entstehen, darunter alpha-MSH und ACTH. Sie binden an fünf verschiedene Melanocortin-Rezeptoren (MC1R bis MC5R), die unter anderem Hautpigmentierung, Appetit, Energiehaushalt, Entzündungsprozesse und sexuelle Reaktion regulieren. Synthetische Melanocortin-Rezeptor-Agonisten setzen gezielt an einzelnen dieser Rezeptoren an.

Rezeptor Agonist Peptidhormon Melanotan II PT-141 (Bremelanotide) Peptid 1x1

Melanotan II

Wirkstoff

Auch: MT-2, MT2

Ein synthetisches Analogon des körpereigenen Hormons Alpha-MSH, in frühen klinischen Studien zu Pigmentierung und sexueller Funktion untersucht.

Melanotan II ist ein synthetisches, ringförmiges Peptid aus sieben Aminosäuren, das an mehrere Melanocortin-Rezeptoren im Körper bindet. Es wurde in den 1980er-Jahren an der University of Arizona entwickelt und ist deutlich potenter als das natürliche Vorbild Alpha-MSH. Untersucht wird unter anderem eine Rolle bei der Pigmentierung der Haut sowie bei sexuellem Verlangen und Erregung.

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Metaanalyse

Studien

Statistische Zusammenfassung mehrerer Einzelstudien zu einer Fragestellung. Liefert ein verlässlicheres Bild als eine einzelne Studie.

Eine Metaanalyse bündelt die Daten mehrerer bereits veröffentlichter Studien zum gleichen Thema und wertet sie gemeinsam mit statistischen Methoden aus. Das erhöht die Teilnehmerzahl und gleicht Zufallsschwankungen einzelner Studien aus. Die Aussagekraft einer Metaanalyse hängt stark von der Qualität und Vergleichbarkeit der eingeschlossenen Einzelstudien ab.

Klinische Studie Peer-Review Studien im Überblick

Milligramm / Mikrogramm

Handhabung

Ein Milligramm entspricht 1000 Mikrogramm, die gängige Masseneinheit für kleine Peptidmengen auf Etiketten und CoAs.

Milligramm (mg) und Mikrogramm (µg) sind beides Untereinheiten von Gramm und unterscheiden sich um den Faktor 1000. Auf Vial-Etiketten und in CoAs wird die Peptidmenge meist in Milligramm angegeben, während einzelne Bestandteilsangaben teils in Mikrogramm erscheinen. Der Rechner auf dieser Seite rechnet zwischen Gramm, Milligramm und Mikrogramm rein mathematisch um.

Konzentration IU Rechner

Mitochondriale Peptide

Wirkstoffklassen

Auch: Mitochondrien-Peptide

Mitochondriale Peptide setzen an der Energieproduktion der Zelle an oder stammen aus mitochondrialer DNA.

Mitochondriale Peptide sind keine einheitliche Substanzklasse im klassischen Sinn. Der Begriff fasst Peptide zusammen, die entweder an der inneren Mitochondrienmembran binden oder aus mitochondrialer statt aus Zellkern-DNA kodiert werden. Zur zweiten Gruppe zählt ein kurzes, aus dem mitochondrialen 12S-rRNA-Gen abgeleitetes Peptid, das in Stoffwechselstudien untersucht wird. Ein weiteres Beispiel bindet an Cardiolipin in der inneren Membran und wird in der Forschung zu Zellalterung und Energiestoffwechsel eingesetzt.

Präklinisch In-vitro MOTS-c SS-31 (Elamipretid) Studien im Überblick

MOTS-c

Wirkstoff

Auch: Mitochondrial-Derived Peptide MOTS-c, Mitochondrial Open Reading Frame of the 12S rRNA Type-c

Mitochondrial kodiertes Peptid, das als Bewegungsmimetikum in der Stoffwechselforschung untersucht wird.

MOTS-c ist ein aus 16 Aminosäuren bestehendes Peptid, das nicht im Zellkern, sondern direkt im Erbgut der Mitochondrien kodiert ist. Es wurde 2015 entdeckt und wird als körpereigenes Signalmolekül untersucht, das bei körperlicher Belastung vermehrt ausgeschüttet wird. Die Forschung konzentriert sich auf mögliche Effekte auf Insulinsensitivität, Fettstoffwechsel und Zellalterung.

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N

Neuropeptid

Grundlagen

Ein Peptid, das im Nervensystem als Signalmolekül zwischen Zellen dient.

Neuropeptide sind Peptide, die von Nervenzellen freigesetzt werden und dort als Botenstoffe wirken. Sie unterscheiden sich von klassischen Neurotransmittern durch ihre größere Molekülstruktur und binden ebenfalls an spezifische Rezeptoren auf Zielzellen. In der Forschung dienen Neuropeptide unter anderem dazu, Signalwege im zentralen Nervensystem zu kartieren.

Peptid Peptidhormon Rezeptor

Nootropika

Wirkstoffklassen

Auch: Smart Drugs

Nootropika sind eine breite Substanzklasse, die im Zusammenhang mit Gedächtnis, Lernen oder Stressverarbeitung untersucht wird.

Nootropika ist ein Sammelbegriff für eine sehr heterogene Substanzklasse, die von Vitaminen über pflanzliche Extrakte bis zu synthetischen Peptiden reicht und im Zusammenhang mit Gedächtnis, Lernfähigkeit, Aufmerksamkeit oder Stressverarbeitung untersucht wird. Innerhalb der Peptidforschung zählen dazu unter anderem ACTH-abgeleitete Fragmente und Tuftsin-Analoga. Der Begriff wurde 1972 von dem rumänischen Chemiker Corneliu Giurgea geprägt. Für die meisten Peptid-Nootropika liegen bislang vor allem präklinische und russischsprachige Daten vor.

Neuropeptid Rezeptor Semax Selank Dihexa Peptid 1x1

O

Oligopeptid

Grundlagen

Di-, Tri- und Oligopeptid

Auch: Dipeptid, Tripeptid

Eine kurze Aminosäurekette, eingeteilt nach Länge in Di-, Tri- und Oligopeptid.

Die Länge einer Aminosäurekette bestimmt ihre Bezeichnung im unteren Größenbereich. Zwei Aminosäuren ergeben ein Dipeptid, drei ein Tripeptid. Ketten mit bis zu etwa zehn Aminosäuren werden allgemein als Oligopeptide bezeichnet. Ab einer zweistelligen Anzahl bis etwa 50 Aminosäuren spricht man von einem Polypeptid, darüber und mit fester dreidimensionaler Struktur von einem Protein.

Peptid Aminosäure Protein Peptid 1x1

Oxytocin

Wirkstoff

Auch: OXT, Pitocin

Körpereigenes Nonapeptid-Hormon, als Arzneimittel zur Geburtseinleitung zugelassen und zugleich Gegenstand der Forschung zu sozialem Verhalten und Bindung.

Oxytocin ist ein aus neun Aminosäuren bestehendes Hormon, das im Hypothalamus gebildet und über die Hypophyse ausgeschüttet wird. Als Arzneimittel, etwa Syntocinon oder Pitocin, ist es zur Geburtseinleitung und zur Kontrolle postpartaler Blutungen zugelassen. Getrennt davon wird intranasal verabreichtes Oxytocin in der Grundlagenforschung zu sozialem Verhalten, Vertrauen und Bindung untersucht.

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P

Partnercode

Vergleich

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Peer-Review

Studien

Fachliche Begutachtung eines Studienmanuskripts durch unabhängige Experten vor der Veröffentlichung.

Beim Peer-Review prüfen unabhängige Fachleute vor der Veröffentlichung Methodik, Datenauswertung und Schlussfolgerungen eines Manuskripts. Sie können Korrekturen verlangen oder die Arbeit ablehnen. Eine begutachtete Veröffentlichung gilt als vertrauenswürdiger als ein unbegutachteter Text, ist aber kein Garant für Fehlerfreiheit.

Preprint PubMed Studien im Überblick

Pentadeca Arginat (PDA)

Wirkstoff

Auch: PDA, BPC-157 Arginat-Salz

Ein Pentadekapeptid mit derselben Aminosäuresequenz wie BPC-157, angeboten als Arginin-Salz für bessere Löslichkeit und Stabilität.

Pentadeca Arginat, oft als PDA abgekürzt, trägt dieselbe 15 Aminosäuren lange Sequenz wie das bekannte Peptid BPC-157. Der Unterschied liegt im Gegenion: Statt als Acetat-Salz wird die Sequenz hier an Arginin gebunden, was laut Anbietern die Löslichkeit und Haltbarkeit verbessert. Unabhängige Studien, die speziell diese Salzform untersuchen, liegen bislang nicht vor.

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Peptid

Grundlagen

Auch: Peptide

Eine kurze Kette aus Aminosäuren, verbunden über Peptidbindungen.

Ein Peptid besteht aus mehreren Aminosäuren, die über Peptidbindungen aneinandergereiht sind. Zwei Aminosäuren ergeben ein Dipeptid, drei ein Tripeptid, bis zu etwa 50 spricht man von einem Polypeptid. Ab mehr als 50 Aminosäuren und einer festen dreidimensionalen Struktur wird aus dem Peptid ein Protein. Peptide sind damit die kleinere, oft noch ungefaltete Vorstufe auf derselben Skala.

Aminosäure Peptidbindung Oligopeptid Protein Peptid 1x1

Peptidbindung

Grundlagen

Die chemische Verbindung, die zwei Aminosäuren zu einer Kette verknüpft.

Eine Peptidbindung entsteht, wenn die Carboxylgruppe einer Aminosäure mit der Aminogruppe der nächsten reagiert und dabei ein Wassermolekül abspaltet. Diese Verbindung wiederholt sich entlang der gesamten Kette und bildet das Rückgrat von Peptiden und Proteinen. Die Reihenfolge der so verknüpften Aminosäuren legt die Sequenz fest.

Aminosäure Peptid Sequenz

Peptidgehalt

Labor

Peptidgehalt (Net Peptide Content) gibt an, welcher Massenanteil eines Pulvers tatsächlich aus dem Peptid selbst besteht.

Der Rest der Masse besteht meist aus Feuchtigkeit, Salzen und dem Gegenion. Ein Pulver kann laut HPLC eine hohe Reinheit aufweisen und trotzdem einen niedrigeren Peptidgehalt haben, weil Reinheit nur das Verhältnis im Chromatogramm beschreibt, nicht das Gesamtgewicht der Probe.

Reinheit Gegenion CoA Methodik

Peptidhormon

Grundlagen

Ein körpereigenes Hormon, das chemisch aus einer Aminosäurekette besteht.

Ein Peptidhormon ist ein Botenstoff, der aus einer Kette von Aminosäuren aufgebaut ist, im Unterschied zu Steroidhormonen, die auf Cholesterin basieren. Peptidhormone werden in Drüsen oder spezialisierten Zellen gebildet und binden an Rezeptoren auf Zielzellen. Insulin ist ein bekanntes Beispiel für ein körpereigenes Peptidhormon.

Peptid Rezeptor Neuropeptid

Placebo

Studien

Auch: Scheinpräparat

Scheinpräparat ohne Wirkstoff, mit dem eine echte Substanz in Studien verglichen wird. Trennt echte von erwarteten Effekten.

Ein Placebo sieht aus wie das geprüfte Präparat, enthält aber keinen Wirkstoff. Im Studiendesign dient es als Vergleichsgruppe, um zu zeigen, welcher Anteil einer Reaktion auf die Erwartung der Teilnehmer zurückgeht statt auf die Substanz selbst. Placebokontrolle ist ein zentrales Merkmal aussagekräftiger klinischer Studien, oft kombiniert mit Verblindung.

RCT Doppelblindstudie Studien im Überblick

Präklinisch

Studien

Auch: Präklinik

Forschungsstufe vor dem Einsatz am Menschen: Zellkultur und Tiermodell. Klinische Studien folgen erst danach.

Präklinische Forschung umfasst In-vitro- und In-vivo-Versuche, mit denen erste Effekte und die Sicherheit geprüft werden, bevor eine Substanz je an Menschen getestet wird. Sie liefert die Datenbasis für eine mögliche spätere klinische Studie. Ein präklinisches Ergebnis allein begründet keine Aussage über Menschen.

In-vitro In-vivo Tiermodell Klinische Studie Studien im Überblick

Preis pro Milligramm

Vergleich

Preis pro Milligramm macht Angebote unterschiedlicher Packungsgrößen direkt vergleichbar.

Der Wert entsteht aus dem Listenpreis geteilt durch den Milligrammgehalt eines Produkts, verglichen für denselben Wirkstoff und dieselbe Währung. Versand, Verfügbarkeit und Rabattbedingungen fließen nur ein, wenn sie ausdrücklich belegt sind. Ein niedrigerer Wert sagt nichts über Reinheit oder Dokumentation aus.

Dokumentationsscore Anbietervergleich Rechner

Preprint

Studien

Studienmanuskript, das vor dem Peer-Review veröffentlicht wird. Ergebnisse gelten als vorläufig, noch nicht unabhängig geprüft.

Ein Preprint wird auf einer offenen Plattform veröffentlicht, bevor eine Fachzeitschrift ihn begutachtet hat. Ergebnisse stehen so früher öffentlich, bedeuten aber, dass Methodik und Schlussfolgerungen noch nicht unabhängig geprüft wurden. Inhalte aus einem Preprint sollten vorsichtiger bewertet werden als eine begutachtete Publikation.

Peer-Review PubMed Studien im Überblick

Protein

Grundlagen

Auch: Eiweiß

Eine lange Aminosäurekette mit fester dreidimensionaler Struktur, größer als ein Peptid.

Ein Protein besteht wie ein Peptid aus Aminosäuren, die über Peptidbindungen verknüpft sind, ist aber deutlich länger, meist über 50 Aminosäuren, und faltet sich zu einer festen dreidimensionalen Struktur. Diese Faltung unterscheidet ein Protein von einem Peptid, das oft noch ungefaltet vorliegt. Beide Begriffe beschreiben also Punkte auf derselben Größenskala, kein grundsätzlich anderes Molekül.

Peptid Aminosäure Oligopeptid Peptid 1x1

Proteolyse

Grundlagen

Der enzymatische Abbau einer Aminosäurekette in kleinere Bruchstücke.

Proteolyse bezeichnet den Prozess, bei dem Enzyme, sogenannte Proteasen, die Peptidbindungen einer Aminosäurekette spalten und sie so in kleinere Bruchstücke zerlegen. Dieser Abbau findet im Körper fortlaufend statt und beeinflusst, wie lange ein Peptid intakt bleibt, also seine Halbwertszeit. In Studien wird die Proteolyse-Stabilität eines Peptids häufig als Kennzahl für seine Beständigkeit angegeben.

Halbwertszeit Peptidbindung Bioverfügbarkeit

PT-141 (Bremelanotide)

Wirkstoff

Auch: Bremelanotide, Vyleesi

Synthetisches Heptapeptid und Melanocortin-Rezeptor-Agonist, in den USA unter dem Namen Vyleesi für eine bestimmte Form der Libidostörung bei Frauen zugelassen.

PT-141 (Bremelanotide) ist ein aus sieben Aminosäuren bestehendes Peptid, das bei Palatin Technologies als Weiterentwicklung von Melanotan II entstand. Anders als Melanotan II, das vor allem zur Hautpigmentierung untersucht wurde, richtete sich die Forschung bei Bremelanotide auf die zentrale Steuerung von sexuellem Verlangen. Seit 2019 ist der Wirkstoff unter dem Namen Vyleesi in den USA für die Indikation hypoactive sexual desire disorder (HSDD) bei prämenopausalen Frauen zugelassen.

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PubMed

Studien

Kostenlose Datenbank der US-amerikanischen National Library of Medicine für biomedizinische Fachliteratur.

PubMed indexiert Millionen Fachartikel aus Medizin und Lebenswissenschaften und zeigt meist eine kostenlose Zusammenfassung direkt an. Der Volltext liegt oft hinter der Bezahlschranke der jeweiligen Fachzeitschrift. Ein PubMed-Eintrag bestätigt, dass eine Arbeit indexiert ist, sagt aber nichts über die Qualität der einzelnen Studie aus.

Peer-Review Preprint Studien im Überblick

R

RCT

Studien

Randomisiert-kontrollierte Studie

Studiendesign mit Zufallszuteilung zu Test- und Kontrollgruppe. Gilt als Goldstandard für den Nachweis einer Wirkung.

Bei einer randomisiert-kontrollierten Studie werden Teilnehmer per Zufall einer Test- oder einer Kontrollgruppe zugeteilt, oft zusätzlich verblindet. Das reduziert Verzerrungen durch Erwartung oder Auswahl. RCTs gelten in der klinischen Forschung als methodischer Goldstandard, besonders in Kombination mit Placebokontrolle.

Placebo Doppelblindstudie Klinische Studie Studien im Überblick

Reinheit

Labor

Reinheit gibt an, welcher Anteil einer Probe im Chromatogramm auf das Hauptmolekül entfällt, meist als Prozentwert per HPLC.

Der Wert beschreibt, wie sauber eine Probe im Vergleich zu Nebenprodukten und Verunreinigungen ist, nicht wie viel Peptid tatsächlich enthalten ist. Diese zweite Frage beantwortet der Peptidgehalt. Ein hoher Reinheitswert ohne Identitätsprüfung sagt zudem nichts darüber aus, ob es sich um das richtige Molekül handelt.

HPLC Identität Peptidgehalt Peptid 1x1

Rekonstitution

Handhabung

Rekonstitution ist das Lösen eines lyophilisierten Peptids in einer Flüssigkeit für Laborzwecke.

Beim Rekonstituieren wird das gefriergetrocknete Pulver im Vial mit einer Flüssigkeit versetzt, meist bakteriostatischem oder sterilem Wasser, bis sich das Peptid vollständig gelöst hat. Aus Pulvermenge und zugegebenem Volumen ergibt sich die Konzentration der fertigen Lösung. Nach dem Lösen sinkt die Haltbarkeit spürbar, weshalb Kühlung und Lichtschutz wichtiger werden. Der Rechner auf dieser Seite bildet die reine Masseneinheiten-Umrechnung ab.

Lyophilisat Bakteriostatisches Wasser Steriles Wasser Konzentration Rechner

Retatrutid

Wirkstoff

Auch: LY3437943

Peptid, das gleichzeitig an GLP-1-, GIP- und Glucagon-Rezeptoren wirkt und sich in fortgeschrittener klinischer Prüfung zur Stoffwechselregulation befindet.

Retatrutid ist ein sogenannter Triple-Agonist, der an drei Stoffwechsel-Rezeptoren gleichzeitig ansetzt: GLP-1, GIP und Glucagon. Es befindet sich in Phase-3-Studien und ist bisher in keinem Land als Arzneimittel zugelassen.

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Rezeptor

Grundlagen

Ein Protein auf oder in einer Zelle, an das ein Peptid spezifisch bindet.

Ein Rezeptor ist ein Protein, das ein passendes Molekül, etwa ein Peptid, spezifisch erkennt und bindet, ähnlich einem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Diese Bindung löst in der Zelle eine Signalkette aus. In der Forschung wird die Bindungsstärke eines Peptids an einen bestimmten Rezeptor als Affinität bezeichnet und häufig im Labor an Zellkulturen untersucht.

Agonist Peptidhormon Neuropeptid

Rezeptpflicht

Recht

Rezeptpflicht heißt, dass ein Arzneimittel nur gegen ärztliche Verschreibung abgegeben werden darf.

Ob ein zugelassenes Arzneimittel rezeptpflichtig ist, legt die zuständige Behörde anhand des Risikoprofils fest, etwa Dosierung, Nebenwirkungen oder Missbrauchspotenzial. Die Einstufung betrifft zugelassene Arzneimittel. Für Substanzen, die als Forschungschemikalie ohne Zulassung verkauft werden, existiert keine entsprechende behördliche Einstufung.

Arzneimittel Zulassung Peptid 1x1

RUO

Recht

Nur für Forschungszwecke

RUO kennzeichnet ein Produkt als Forschungschemikalie, nicht zugelassen für den menschlichen Gebrauch.

RUO steht für Research Use Only, eine Kennzeichnung aus dem Laborhandel. Sie zeigt an, dass ein Anbieter das Produkt ausschließlich für Forschungszwecke anbietet und keine Zulassung als Arzneimittel besteht. Die Kennzeichnung ersetzt keine Qualitätsprüfung und ist kein Nachweis für Reinheit oder Identität.

Arzneimittel Zulassung Methodik

S

Selank

Wirkstoff

Synthetisches Heptapeptid, ein Analogon des körpereigenen Tuftsin, in der Forschung zu Angstregulation und kognitiver Funktion untersucht.

Selank ist ein Heptapeptid, das aus dem körpereigenen Tetrapeptid Tuftsin abgeleitet und in Russland ursprünglich als Anxiolytikum entwickelt wurde. In der Forschung steht es im Zusammenhang mit angstregulierenden und leicht kognitionsunterstützenden Effekten, ohne die für Benzodiazepine typische Sedierung.

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Semaglutid

Wirkstoff

GLP-1-Rezeptor-Agonist, als zugelassenes Arzneimittel bekannt und hier als Forschungssubstanz zur Stoffwechselregulation gelistet.

Semaglutid ist ein GLP-1-Rezeptor-Agonist und als Arzneimittel unter mehreren Handelsnamen zugelassen. Es ist Gegenstand umfangreicher klinischer Forschung zur Stoffwechsel- und Sättigungsregulation. Die hier gelisteten Forschungschargen sind nicht mit zugelassenen Arzneimitteln gleichzusetzen und ausschließlich für Laborzwecke bestimmt.

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Semax

Wirkstoff

Synthetisches Heptapeptid auf ACTH-Basis, in Russland zur Neuroprotektion zugelassen und in der Forschung zu Kognition und Stressadaptation untersucht.

Semax ist ein Heptapeptid, das vom Fragment ACTH(4-10) des Stresshormons ACTH abgeleitet wurde und in Russland als Arzneimittel bei ischämischem Schlaganfall zugelassen ist. In der Forschung wird es zusätzlich im Zusammenhang mit Neuroplastizität und kognitiver Funktion betrachtet, ohne die Cortisol-Achse zu aktivieren.

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Sequenz

Grundlagen

Auch: Aminosäuresequenz

Die festgelegte Reihenfolge der Aminosäuren in einer Peptid- oder Proteinkette.

Die Sequenz beschreibt, in welcher Reihenfolge die einzelnen Aminosäuren über Peptidbindungen aneinandergereiht sind. Sie wird meist mit standardisierten Ein- oder Drei-Buchstaben-Codes je Aminosäure notiert. Zwei Peptide mit denselben Aminosäuren, aber unterschiedlicher Reihenfolge, gelten als verschiedene Moleküle, die Sequenz ist damit ein zentrales Identitätsmerkmal.

Aminosäure Peptidbindung Identität

Sermorelin

Wirkstoff

Auch: GRF 1-29, GHRH(1-29), Geref (historischer Markenname)

Kurzkettiges Fragment des körpereigenen GHRH, historisch als Arzneimittel zugelassen, heute als Forschungssubstanz gehandelt.

Sermorelin ist das biologisch aktive Fragment GHRH(1-29) des körpereigenen Growth-Hormone-Releasing-Hormons. Es wurde in den USA 1990 zunächst als Diagnostikum und 1997 für wachstumshormonmangelbedingten Kleinwuchs bei Kindern zugelassen, die Zulassung wurde 2008 aus produktionstechnischen Gründen zurückgezogen. Heute wird es außerhalb dieser historischen Zulassung als Forschungssubstanz untersucht.

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SS-31 (Elamipretid)

Wirkstoff

Auch: Elamipretide, MTP-131, Bendavia

Ein mitochondrial wirksames Tetrapeptid, das in mehreren klinischen Studien bei Herzschwäche und mitochondrialen Erkrankungen untersucht wurde, bislang ohne Zulassung.

SS-31, unter dem Freinamen Elamipretid auch als MTP-131 oder Bendavia bekannt, ist ein synthetisches Tetrapeptid, das gezielt an das Mitochondrienmembran-Lipid Cardiolipin bindet. Es wurde in mehreren klinischen Phasen-1- bis Phasen-3-Studien bei Herzinsuffizienz, primärer mitochondrialer Myopathie und dem Barth-Syndrom untersucht. Trotz einer vergleichsweise breiten klinischen Datenbasis ist bislang keine dieser Studien zu einer Zulassung als Arzneimittel gelangt.

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Steriles Wasser

Handhabung

Steriles Wasser ist keimfreies Wasser ohne Konservierungsstoff, gedacht für den einmaligen Gebrauch je Vial.

Steriles Wasser wird durch Filtration oder Hitzebehandlung von Mikroorganismen befreit und ohne weitere Zusätze abgefüllt. Weil kein Konservierungsstoff enthalten ist, bietet es kein länger anhaltendes Wachstumshemmnis wie bakteriostatisches Wasser. Eine angebrochene Charge wird im Labor deshalb zeitnah verwendet oder verworfen, statt sie über längere Zeit aufzubewahren.

Bakteriostatisches Wasser Rekonstitution Sterilität

Sterilität

Labor

Sterilität beschreibt die Abwesenheit lebensfähiger Mikroorganismen in einer Probe, geprüft über einen eigenen Labortest.

Der Test steht unabhängig neben Reinheit, Identität und Endotoxin-Wert und wird gesondert dokumentiert. Relevanz hat er vor allem für lyophilisierte Peptide, die im Labor gelöst und weiterverarbeitet werden.

Endotoxin CoA

Studienphasen

Studien

Auch: Phase I bis IV

Die vier Stufen klinischer Prüfung: Phase I bis III vor der Zulassung, Phase IV danach im Praxiseinsatz.

Phase I prüft an einer kleinen Gruppe Gesunder vor allem Sicherheit und Verträglichkeit. Phase II testet an einer größeren Gruppe erste Wirksamkeitshinweise und Dosisbereiche. Phase III vergleicht an vielen Teilnehmern, oft mit Placebo und Verblindung, vor einer möglichen Zulassung. Phase IV beobachtet ein bereits zugelassenes Mittel im breiten Praxiseinsatz.

Klinische Studie RCT Studien im Überblick

Survodutid

Wirkstoff

Auch: BI 456906

Peptid, das gleichzeitig an GLP-1- und Glucagon-Rezeptoren wirkt und sich in fortgeschrittener klinischer Prüfung zur Stoffwechselregulation befindet.

Survodutid ist ein dualer Agonist an GLP-1- und Glucagon-Rezeptoren, entwickelt von Boehringer Ingelheim in Zusammenarbeit mit Zealand Pharma. Es wird in Phase-3-Studien zur Gewichtsregulation bei Adipositas sowie bei der Fettleberhepatitis MASH untersucht und ist bisher in keinem Land als Arzneimittel zugelassen.

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T

TB-500

Wirkstoff

Auch: Thymosin-Beta-4-Fragment, TB4 Frag

Ein synthetisches Fragment des körpereigenen Proteins Thymosin Beta-4, in der präklinischen Forschung zu Zellmigration und Geweberegeneration untersucht.

TB-500 ist die synthetisch hergestellte, sieben Aminosäuren umfassende Kernsequenz des körpereigenen Proteins Thymosin Beta-4. Die meisten verfügbaren Wirkdaten, einschließlich der klinischen Studien, beziehen sich auf das vollständige Thymosin Beta-4 mit 43 Aminosäuren, nicht auf das isolierte Fragment TB-500 selbst. Untersucht werden unter anderem Zellmigration, Angiogenese und eine mögliche Rolle bei der Aktivierung von Haarfollikeln.

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Tesamorelin

Wirkstoff

Auch: Egrifta, TH9507, Egrifta WR

Stabilisiertes GHRH-Analogon, in den USA als Arzneimittel Egrifta zur Reduktion von viszeralem Bauchfett bei HIV-assoziierter Lipodystrophie zugelassen.

Tesamorelin ist ein stabilisiertes Analogon des vollständigen, 44 Aminosäuren langen GHRH. Unter dem Markennamen Egrifta ist es seit 2010 von der US-amerikanischen FDA für die Reduktion von viszeralem Bauchfett bei HIV-assoziierter Lipodystrophie zugelassen. Damit ist es das einzige Peptid seiner Klasse mit einer abgeschlossenen Phase-3-Zulassungsstudie an über 800 Probanden.

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Thymosin Alpha 1

Wirkstoff

Auch: Tα1, Zadaxin (Handelsname)

Ein körpereigenes Immun-Peptid aus der Thymusdrüse, in mehr als 35 Ländern als Arzneimittel zugelassen, in Deutschland, Österreich und der Schweiz derzeit nicht.

Thymosin Alpha 1 ist ein aus 28 Aminosäuren bestehendes Peptid, das ursprünglich aus der Thymusdrüse isoliert wurde, dem zentralen Organ der Reifung von T-Zellen. Es wirkt als Immunmodulator und wird sowohl in der klinischen Forschung als auch, unter dem Handelsnamen Zadaxin, als zugelassenes Präparat bei bestimmten Immunerkrankungen eingesetzt. Untersucht werden unter anderem chronische Virusinfektionen, die Immunantwort auf Impfungen und eine unterstützende Rolle in der Onkologie.

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Thymosine

Wirkstoffklassen

Auch: Thymosinpeptide

Thymosine sind eine Familie körpereigener Peptide, die ursprünglich aus der Thymusdrüse isoliert wurden.

Thymosine sind eine Familie kleiner Peptide, die ursprünglich aus dem Thymus isoliert wurden und in zwei Hauptgruppen unterteilt werden: Thymosin-alpha-Peptide, die vor allem im Zusammenhang mit dem Immunsystem untersucht werden, und Thymosin-beta-Peptide, die an der Organisation des Zellskeletts über Aktin beteiligt sind. Aus Thymosin-beta-4 leiten sich mehrere untersuchte Peptidfragmente ab. Thymosin Alpha 1 ist unter dem Namen Zadaxin in mehreren Ländern als Arzneimittel zugelassen.

Peptidhormon Protein Thymosin Alpha 1 TB-500 Peptid 1x1

Tiermodell

Studien

Versuchstier, an dem eine Substanz im In-vivo-Versuch untersucht wird, etwa Maus oder Ratte. Kein direkter Beleg für Menschen.

Ein Tiermodell ist ein Versuchstier wie Maus, Ratte oder Zebrafisch, an dem Stoffwechsel, Verhalten oder Gewebe unter kontrollierten Bedingungen untersucht werden. Es dient der präklinischen Forschung vor einer möglichen klinischen Studie. Unterschiede in Genetik und Physiologie bedeuten, dass ein Effekt im Tiermodell kein Beleg für eine Wirkung beim Menschen ist.

In-vivo Präklinisch Studien im Überblick

Tirzepatid

Wirkstoff

Auch: LY3298176

Dualer GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonist, als zugelassenes Arzneimittel bekannt und hier als Forschungssubstanz zur Stoffwechselregulation gelistet.

Tirzepatid ist ein dualer GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonist und als Arzneimittel unter den Namen Mounjaro und Zepbound zugelassen. Es ist Gegenstand umfangreicher klinischer Forschung zur Stoffwechsel- und Gewichtsregulation bei Typ-2-Diabetes und Adipositas. Die hier gelisteten Forschungschargen sind nicht mit zugelassenen Arzneimitteln gleichzusetzen und ausschließlich für Laborzwecke bestimmt.

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U

U-100

Handhabung

U-100 bezeichnet eine Skaleneinteilung, bei der ein Volumen in 100 gleiche Einheiten aufgeteilt ist, 100 Einheiten pro Milliliter.

Die Bezeichnung U-100 stammt von einer Graduierung, bei der jeder Marker auf der Skala ein Hundertstel eines Milliliters darstellt, sodass 100 Einheiten einem Milliliter entsprechen. Diese Skala findet sich auf entsprechend markierten Messhilfen und dient dem präzisen Ablesen kleiner Flüssigkeitsmengen. Sie ist eine reine Maßeinteilung und unabhängig vom gelösten Stoff.

IU Konzentration

V

Vial

Handhabung

Auch: Fläschchen

Ein Vial ist ein kleines, meist mit Gummistopfen verschlossenes Glasfläschchen für Peptide als Pulver oder Lösung.

Vials sind die Standardverpackung für lyophilisierte Peptide im Forschungshandel. Der Gummistopfen erlaubt eine geschlossene Entnahme, das aufgedruckte Etikett trägt in der Regel Chargennummer und Menge. Ein einzelnes Vial lässt sich einem CoA zuordnen, sofern die Chargennummer übereinstimmt.

Charge Lyophilisat Aliquot

W

Wachstumshormon

Wirkstoffklassen

Somatotropin

Auch: GH, HGH, Somatotropin

Wachstumshormon ist ein körpereigenes Hypophysenhormon, das Wachstum, Stoffwechsel und Körperzusammensetzung reguliert.

Wachstumshormon, auch Somatotropin oder GH genannt, wird in den somatotropen Zellen der Hirnanhangdrüse gebildet und pulsatil ins Blut abgegeben, gesteuert durch GHRH, Somatostatin und Ghrelin. Es reguliert direkt und über IGF-1 aus der Leber Längenwachstum, Muskel- und Fettstoffwechsel sowie Knochendichte. Mehrere Peptidklassen setzen an unterschiedlichen Stellen dieser Achse an, etwa an der Ausschüttung im Hypophysenvorderlappen.

GHRH GHRP IGF-1 CJC-1295 Tesamorelin Sermorelin Ipamorelin Hexarelin Peptid 1x1

WADA

Recht

Welt-Anti-Doping-Agentur

Die WADA veröffentlicht jährlich eine Verbotsliste für den Sport, auf der auch Peptide stehen.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur koordiniert die Anti-Doping-Regeln im organisierten Sport und aktualisiert jährlich ihre Verbotsliste. Mehrere Kategorien betreffen Peptidhormone und verwandte Substanzen, unabhängig vom Rechtsstatus außerhalb des Sports. Welche Substanz konkret erfasst ist, steht ausschließlich in der aktuellen WADA-Liste selbst.

Fragen und Antworten

Z

Zulassung

Recht

Auch: Marktzulassung

Zulassung bezeichnet die behördliche Genehmigung, ein Arzneimittel in einem Markt zu vertreiben.

Vor der Zulassung prüft die zuständige Behörde eingereichte Unterlagen zu Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit. In der EU laufen zentrale Verfahren über die EMA, nationale über Behörden wie das BfArM. Substanzen, die nur als Forschungschemikalie gehandelt werden, durchlaufen dieses Verfahren für diesen Zweck nicht.

EMA FDA Arzneimittel Peptid 1x1

#

5-Amino-1MQ

Wirkstoff

Auch: 5-Amino 1MQ, 5A1MQ, NNMT-Inhibitor

Kleines Molekül und selektiver Hemmstoff des Enzyms Nicotinamid-N-Methyltransferase (NNMT), bislang ausschließlich in präklinischen Tiermodellen zum Fettstoffwechsel untersucht.

5-Amino-1MQ ist kein Peptid, sondern ein kleines Molekül (small molecule) und ein selektiver, oral bioverfügbarer Hemmstoff der Nicotinamid-N-Methyltransferase (NNMT). Es hat ein Molekulargewicht von 173,21 Da, im Handel angebotene Forschungschargen weisen üblicherweise eine Reinheit von mindestens 98 Prozent auf. Es wird in der Kategorie Stoffwechsel geführt, weil NNMT im Fettgewebe und im Muskel am Energiestoffwechsel beteiligt ist. Bislang liegen ausschließlich präklinische Daten aus Nagetiermodellen vor, kontrollierte Studien am Menschen sind nicht bekannt.

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